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2013 Frankreich Provence

Südfrankreich, Elsass, Provence, Côte d’Azur (3.750 km)

 

25.04.2013 (Bremen – Lorsch)

Von Bremen aus führen wir um ca. 15 Uhr Richtung Süden. Leider gab es dann kurz vor Wildeshausen den ersten Stau. Wir führen dann die A1 über an Köln via Frankfurt bis Lorsch, direkt an der A 67 gelegen. Ein im Wald gelegener Parkplatz gleich am Ortseingang, direkt gegenüber von einem REWE-Markt diente uns als Stellplatz. Der Bäcker beim REWE hatte noch leckere Bötchen für uns. 

26.04.2013 (Lorsch – Straßburg – Obermoschwihr)

Straßburg ist das nächste Ziel. Wir fahren bis Kehl und stellen dort Wohnmobil auf einen ausge-wiesenen Stellplatz am Rhein ab. Der Platz dort ist zwar gut befestigt. Für einen Tagesbesuch kann man aber gut darauf verzichten. Leider hat am Nachmittag stärker Regen eingesetzt und wir setzten unsere Fahrt Richtung Colmar fort. Über das Promobil-App wurden wir auf einen Stellplatz (mit Dusche) in Obermorschwihr bei einem Winzer hingewiesen. Von hier aus wollen wir dann Colmar und Eguisheim am nächsten Tag besuchen.


27.04.2013 (Elsass – Avignon)

Leider wurde es nichts mit der geplanten Besichtigung von Colmar und anderen schönen Städten im Elsass. Es regnete Bindfäden und die Temperatur sank von 25 Grad auf 10 Grad. So entschlossen wir uns nach Süden zu fahren und waren dann um 18:00 Uhr in Avignon. Die Fahrzeit betrug ca. 6 h. Kurz vor Avignon hörte der Schneeregen auf das Wetter war klar und kühl. Der Stellplatz Bagatelle den wir nutzten liegt ca. 500 m von der Altstadt entfernt.


Unser leckeres Abendessen nahmen wir im Restaurant Le Verso am Place Nicolas Sboly. Der Stellplatz in Avignon ist auf Grund der Lage zu empfehlen, bei einem Preis von 16 € für Womo und zwei Personen und veralteten Sanitäranlagen aber reichlich teuer. Die Stimmung gut mal sehen ob wir dann morgen Nachmittag nach
Arles fahren.

 

 

28.04.2013 (Avignon – Le Baux – Arles – Le Lavandau)

Von Avignon führen wir nach Le Baux de Provence einem schönen aber sehr touristischen Ort unterhalb einer Burgruine gelegen. Dann ging es weiter nach Arles, wo bei 10 Grad wieder starker Regen einsetzte und wir uns entschlossen ein ans Meer weiter zu fahren.

Mit Bandol zwischen Marseille und Toulon gelegen hatten wir kein gutes Ziel gewählt. Neben weiterhin Dauerregen mit kurzen Aufheiterungen war das Wetter gar nicht mediterran. Die Küste zwischen Marseille und Toulon nach unseren Eindrücken sehr ungeeignet für Womos da nahe der Ortszentren sind wenig bzw. keine Park- oder Stellplätze für Womos vorhanden sind. Erst Von Toulon aus Richtung Hyeres wird es wieder freundlicher für Camper und Wohnmobilisten. Um 18:30 landeten wir nach einigen kurzen Stopps in Le Lavandou.  Es sind ausreichend Campingplätze vorhanden und zum Übernachten gibt es noch hinter dem Carrefuer Supermarkt noch einem großen Parkplatz mitten im Ort.

 

29.04.2013 (Le Lavandau – St.Tropez)

Sehr zu empfehlen ist die Strecke über die D559 nach St. Tropez. Über weite Strecken verläuft die Straße direkt an der Küste entlang. Es gibt entlang der Straße Parkplätze mit einem schönen Blick aufs Meer und unterwegs auch einige Campingplätze, die aber Ende April nur teilweise geöffnet waren. St. Tropez sollte man mit dem Wohnmobil vollständig meiden. Wer es wir wir dann doch versucht dort einen Parkplatz zu finden wird mit großer Wahrscheinlichkeit Pech haben. Vom Abzweig der N98 bis St.Tropez mit Parkplatzsuche und wieder zurück benötigten wir ca. 1,5h. Wir haben dann auf dem Parkplatz des Geant Einkaufszentrums direkt am Abzweig der N98 Richtung St.Tropez geparkt und sind mit dem Rad in 15-20 min nach St. Tropez geradelt.

Zurück waren wir dann gegen 19:00 Uhr und da wir keine Lust mehr auf eine Weiterfahrt und Stellplatzsuche hatten haben wir dann gleich dort übernachtet. Fazit des Tages: St. Tropez muss nicht sein!!

 

30.4.2013 (St.Tropez – Nähe St. Raphael)

In der Nacht hatte es noch ununterbrochen gewittert und geregnet, aber am Morgen war es dann trocken und wir fuhren ca. 1h die D 559 entlang bis ca. 5km hinter St. Raphael. Die Sonne kam durch und das Thermometer kletterte auf erfreuliche 22 Grad. Den Tag dann in der Sonne zu genießen auf dem Campingplatz Le Dramont war nach dem vielen Regen einfach schön. Die Plätze waren noch sehr aufgeweicht und der Dauerregen hatte seine Spuren hinterlassen. Vorteil des Platzes : Der Platz liegt direkt am Meer und für eine kurzen Ausflug nach Cannes kann auch die Bahn in ca. 500 m Entfernung vom Campingplatz genutzt werden. Die Züge fahren fast stündlich.

 

01.05.2013 (Cannes mit der Bahn)

Am Feiertag zum Tag der Arbeit hat auch an der Côte d Azur fast alles geschlossen. Mit der Bahn fuhren wir 25 min von Le Dramont nach Cannes und verbrachten dort  einen schönen sonnigen Tag.  Die einfache Fahrt  kostet 4,40 pro Person. 

Vom Ausgang des Bahnhofs in Cannes in  Richtung Osten am  Carlton vorbei sind wohl die Lokale der Schönen und Reichen gelegen. Richtung Westen am Jachthafen ist ein Kunstmarkt zu finden und die Gastronomie dort ist abwechslungsreich und bunt mit vielen Cafés. Zurück ging es dann mit der Bahn und der sonnige Tag wurde mit Gegrilltem in Le Dramont genüsslich beendet.

 

02.05.2013 (Le Dramont, St.Raphael und Frejus mit dem Rad)

Bei Sonne und Temperaturen um die 22 Grad an der Côte radeln…. Was will man mehr. Insgesamt kamen so ca. 30 km zusammen und am Abend ließen wir uns gerillte Gambas schmecken, welche wir unterwegs käuflich erworben hatten. Ein schöner Tag und morgen soll es dann bis Antibes weitergehen.

 

03.05.2013 (Le Dramont – Antibes)

Die Fahrt heute, ca. 50 km und eine Stunde Fahrzeit, bis nach Antibes ist eine sehr schöne Stecke. Südlich vom Esterel-Höhenzug schieben sich die roten Felsen in das türkisfarbene Meer und die Straße D559 schlängelt sich durch Ortschaften und an der Küste entlang. Antibes haben auf Grund eines Verkehrstaues nördlich umfahren und wir haben uns auf dem Campingplatz Camping Douce  an der Avenue du Pylone einquartiert. Der Campingplatz ist sehr groß mehr für Dauercamper gedacht. Wer nur eine Nacht bleiben will kann sich auch auf den Parkplatz des nahegelegenen Marineparc übernächtigen.

Mit dem Rad ist es vom Campingplatz ca. 10 min bis zum Hafen und Altstadt. Es ist lohnenswert sich einige Stunden für die Besichtigung der Stadt zu nehmen um Museen anzuschauen oder einfach nur durch die Gassen zu flanieren. Die äußere Stadtmauer welche ca. 20 m über dem Meer liegt und einen wunderbaren Ausblick auf das Meer bis Nizza im Osten und die Bucht de Anges.

 

04.05.2013 (Antibes – Nizza Radtour – Tourrettes sur Loup)

Von Antibes aus fahren wir bis Nizza. Das Womo stellen wir ca. 2 km nördlich vom Flughafen in der Nähe des Stadions ab. Bis zur Altstadt von Nizza sind es von dort aus ca. 7 km an der Promenade entlang. Die Fahrräder parken wir südlich der Altstadt und machen zu Fuß ist es ein schöner Rundgang über  den Markt im Cours Saleya zum Kunstmarkt auf dem Place Garibaldi durch die Gassen der schönen Altstadt. Vom Place Garibaldi Richtung Hafen ist ein schöner Aufstieg zum zum Parc du Chateu zu finden. Ein wunderbarer Platz, für ein Picknick oder einen Blick  über auf die verscheidenden Stadtteile Nizzas. 

Hinab geht es an der Chapelle Saint Croix vorbei runter in die Altstadt. Der Rundgang dauert ca. 3 Stunden. Vom Place Massena führt ein Avenue ähnlich der Bremer Obernstasse zum Bahnhof in die Neustadt Nizzas.

Nach dieser Besichtigungstour radeln wir wieder zum Womo um uns einen Stellplatz in der Nähe von Tourrettes Sur Loup zu suchen. Nach einem Einkauf in einem Carrefour Zentrum an der Route du Grenoble sind wir dann um ca. 19.00 auf dem Campingplatz Les Rives Du Loup angekommen. Der nur ca. 2 km von Ort entfernte Campingplatz ist für größere Wohnmobile (länger 6 m) nur bedingt geeignet und die Qualität lässt zu wünschen übrig.

 

05.05.2013 (Tourrettes Sur Loup – Greolieres – Canon du Verdon , Lac de Croix)

Eine super schöne Tour an der Loup entlang  auf eine die Hochebene ….. Die D2 entlang und dann die D4085 bis nach Castellane an der Verdon.

Schöne Schluchten mit Wasserfällen und einigen Möglichkeiten auch direkt am Wasserlauf oder einem schönen Blich in die Tiefe eine Pause zu machen und die Aussicht zu genießen. Über die D952 ging es dann nach Salles du Verdon, direkt am am Lac de Croix gelegen. Als Stellplatz haben wir den Campingplatz La Source welcher Zwischen dem See und der Ortschaft gelegen ist ausgewählt.

 

06.05.2013 (Lac de Croix, Bauduen, Rietz, Greoux les Brain,  Manosque, Apt)

Die Nacht am Lac de Croix war regnerisch und am Morgen konnte man bei ca. 15 Grad draußen frühstücken.  Wir besuchten dann am Lac zunächst den schönen Ort Bauduen, der sicher Salles du Verdon vorzuziehen ist.

Weiter ging es dann um den Lac de Croix bis nach Rietz. In Rietz ist ein guter Parkplatz für Womos direkt am Dorfzentrum gelegen. Weiter ging’s dann nach Greoux Les Brains der Ort hat ein Thermalbad ist aber ansonsten nicht sonderlich attraktiv. Übernachten wollen wir dann eigentlich auf dem Camping Municipal in Manosque und dort noch die Stadt besichtigen. Es gewitterte und goss jedoch wie aus Kübeln  und so fuhren wir dann 25 km weiter bis in den schönen Ort Apt.

Unterwegs verloren wir noch den linken Außenspiegel unsers Ducato da ich in einer sehr engen Allee ein Jahrmarkt-Wohnwagengespann in einer Kurve nicht ausweichen konnte. Der Abend war wunderschön und der gegrillte Fisch mit Salat und Grillkartoffeln war richtig gut. Der Campinplatz Les Cedres in der Impase de la Fantaisie 63 ist preiswert und sehr zu empfehlen, da nur 300 m vom Ortskern entfernt und ein guter Ausgangspunkt für Radtouren.

 

07.05.2013 (AptLourmarin – Gordes – L’Isle Sur la Sorgue)

Es war kalt am Morgen und eigentlich wollten wir eine Radtour nach Cavaillon machen. Es gibt hier einen  Radweg der kaum Steigungen hat aber von Apt Richtung Cavaillon leider oft an einer Hauptstraße entlang führt. So brachen wir die Tour nach 6 km ab und fuhren zurück zum Stellplatz und packten die Sachen. Unser nächstes Ziel war Lourmarin auf den Höhenzug des Luberon.

Eine wirkliche schöne Stecke von Apt bis dahin. Am Ortseingang gibt es einen Park- und Stellplatz welcher auch  für Wohnmobile geeignet ist. Ein Castel liegt ca. 500 m außerhalb des Ortes. Von dort aus Dann fuhren wir hinab in das Tal  nach Gordes, welches ein Kandidat für den schönsten Ort in in der Provence ist. Ein Park- und Stellplatz auch für Wohnmobile ist ist nahe der historischen Gebäude zu finden und kann für 8 € bis zu 24h genutzt werden. Wir fuhren jedoch weiter L’Isle sur la Sorgue (Venedig der Provence) auf den Campingplatz La Sorguette. Nicht zu vergessen ist eine wunderschöne Gärtnerei an der D 901 zwischen Apt und L’Isle sur la Sorgue, kurz vor einem Kreisverkehr. Dort erstanden wir einen ca. 1,2 m  hohen hochstämmigen Olivenbaum. Ich glaube, wir werden vor der Abfahrt nach Hause dort noch einmal einkehren.

 

08.05.2013 (L’Isle Sur la Sorgue)

Der Campingplatz La Sorguette ist sehr zu empfehlen und für Wohnmobilisten gut eingerichtet. Die Stadt welche auf einer Flussinsel liegt ist sehr schön und an den Ufern der Sourge lässt es sich sehr gut bummeln.

Besonders fallen einige Galerien und Antiquitätengeschäfet auf die geschmackvolle Dinge für Haus und Garten anbieten und schön dekoriert ausstellen.

Das Wasser der Sorgue ist kristallklar und Forellen-fischer versuchen an den Ufern Ihr bestes. Auf jeden Fall ist der Ort einen Besuch Wert und der Tourismus hält sich in Grenzen. Radtouren können vom Campingplatz aus gestartet werden.

 

09.05.2013 (L’Isle Sur la Sorgue – Waghäusel – Bremen)

Leider hatte die Gärtnerei vom Vortag wegen Christi Himmelfahrt geschlossen aber wir fanden unterwegs Richtung Avignon noch eine andere Gärtnerei  welche geöffnet hatte und wir besorgten uns noch eine 2,20 m hohen Olivenbaum den wir nur mit Mühe und Not in der Heckgarage neben unseren Fahrrädern verstauen konnten. An diesem Tag fuhren wir bis Waghäusel an der A5 südlich von Frankfurt Darmstadt gelegen. Wir übernachteten dort auf einem Parkplatz nahe dem Rathaus und fuhren dann am 10.5. nach Bremen zurück.